Scheidungsanwalt für internationale Ehen: Kanzlei-Risto

Wie Sie in der Spalte "Scheidung internationaler Ehen" lesen können, kann die Ehescheidung von Ehen, bei denen ein oder beide Partner nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben, mit rechtlichen Problemen behaftet sein.
Wir müssen zuerst klären, ob deutsche Gerichte zuständig sind, und falls ja, ob deutsches Recht bei der Scheidung seine Anwendung findet.

Anwaltszwang bei der Scheidung internationaler Ehen

Sowohl für "gemischte", als auch für "rein-internationale" Ehen (wie für "normale" Ehen) gilt, dass die Ehe vor einem ordentlichen Gericht - unter Begleitung eines Anwalts - geschieden werden muss.

Ich verfüge über profunde Erfahrungen auf dem Gebiet "Scheidung internationaler Ehen" und kann Sie bei Ihrer internationalen Scheidung bestens beraten und betreuen. Ein Besuch in meiner Kanzlei ist dabei nicht notwendig, wir können alle notwendigen Besprechungen auch Telefonisch / per Mail / per Fax durchführen. Wenn alle Fragen zu Ihrer Zufriedenheit geklärt sind wird ein Kollege vor Ort die Scheidung vor dem Amtsgericht begleiten. Für diesen Service fallen keine Mehrkosten an!

Form der Scheidung bei internationalen Ehen

Bei der Form der Scheidung ist das deutsche Recht streng. Auch wenn auf die Scheidung der Ehe durch das deutsche Familiengericht ausländisches Recht angewendet wird, kann in Deutschland die Ehe nur durch Gerichtsbeschluss (z. B. nicht durch Verstoßung oder Aufhebungsvertrag) geschieden werden. Diese Formstrenge steht im Gegensatz zur Toleranz gegenüber ausländischen Formen des Eheschlusses in Deutschland (z. B. vor einem Konsul oder Geistlichen).

Scheidung Internationaler Ehen

Die internationale Zuständigkeit wurde innerhalb der Europäischen Gemeinschaft einheitlich geregelt. Von dieser einheitlichen Regelung hat sich Dänemark ausgeschlossen.

Die Regelung ist als „Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 des Rates vom 27. November 2003 über die Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen und in Verfahren betreffend die elterliche Verantwortung“ bekannt. In Kurzform:

Brüssel IIa Verordnung – auch EuGVVO II oder EheVO-II.

Nach Art. 3 Abs. 1 lit. a EheVO-II ist das Gericht desjenigen EG-Mitgliedstaates zuständig, in dem

  1. beide Ehegatten ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben oder zuletzt hatten, wenn ihn einer dort noch hat;
  2. der Antragsgegner seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat oder im Falle eines „gemeinsamen Antrags“, wo einer der Ehegatten seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;
  3. der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, wenn er sich dort seit mindestens 6 Monaten vor dem Antrag aufgehalten hat und Staatsangehöriger dieses Staates ist oder in Ermangelung einer Staatsangehörigkeit sich mindestens ein Jahr aufgehalten hat;

Nach Art. 3 Abs. 1 lit. b EheVO-II sind auch die Gerichte des EG-Mitgliedstaates international zuständig, dessen Staatsangehörigkeit beide Ehegatten haben.

Die internationale Zuständigkeit kann unter Umständen für einen Deutschen, dessen Ehegatte ein Ausländer ist, bedeuten, dass für seinen Scheidungsantrag kein deutsches Gericht international zuständig ist.

Diese internationale Zuständigkeit ist innerhalb der EG ausschließlich. Nur nicht EG-Staaten können erklären, dass ihre Gerichte zuständig wären.

 Eine Restzuständigkeit bleibt dem nationalen Recht, wenn der Antragsgegner weder Staatsangehöriger eines EG-Mitgliedstaates ist noch seinen gewöhnlichen Aufenthalt in einem EG-Mitgliedstaat hat (Art. 6 EheVO-II); deutsche Gerichte sind in diesem Fall nach § 98 FamFG international zuständig.

Ist der Antragsteller Deutscher und der Antragsgegner weder EG-Inländer oder in der EG ansässig, sind deutsche Gerichte zuständig. .

An der Scheidung ist die Scheidungsfolgesache Unterhalt geknüpft: Hierzu gibt es seit Inkrafttreten des europäischen Rechts Brüssel I – auch EuGVVO genannt – eine entsprechende Regelung.

Soweit ein deutsches Gericht international zuständig ist, prüft es, ob es deutsches oder bei Sachverhalten mit Auslandsberührung ausländisches Recht anzuwenden hat.